Inhalt Rg 13 (2008)
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Considerazioni su Hermann Kantorowicz filologo, 87 anni fa, le sue Textstufen e Accursio al tempo d’oggi
Autorität und Authentizität: Zum Verhältnis von Text und Siegel-Bild am Beispiel des Rechtsgutachtens Giovanni d’Andreas vom 9.5.1329
The Wheels of Watermills and the Wheel of Fortune. A consilium of Donatus Ricchi de Aldighieris
Imperium et Italie au XVe siècle: juristes et humanistes face à la dé-romanisation de l’empire
Kritik
Vor dem Staat. Ernst Schubert, Königsabsetzung im deutschen Mittelalter. Eine Studie zum Werden der Reichsverfassung
Franz-Reiner Erkens, Kurfürsten und Königswahl. Zu neuen Theorien über den Königswahlparagraphen im Sachsenspiegel und die Entstehung des Kurfürstenkollegiums
Mathias Wallner, Zwischen Königsabsetzung und Erbreichsplan. Beiträge zu den Anfängen der kurfürstlichen Politik im 14. Jahrhundert (1298–1356)
Martin Lenz, Konsens und Dissens. Deutsche Königswahl (1273–1349) und zeitgenössische Geschichtsschreibung
Günther Mensching (Hg.), Gewalt und ihre Legitimation im Mittelalter
Stefan Brakensiek, Heide Wunder (Hg.), Ergebene Diener ihrer Herren? Herrschaftsvermittlung im alten Europa
Marion Steinicke, Stefan Weinfurter (Hg.), Investitur und Krönungsrituale. Herrschaftseinsetzungen im kulturellen Vergleich
Gerd Althoff, Inszenierte Herrschaft, Geschichtsschreibung und politisches Handeln im Mittelalter
Bernhard Jussen (Hg.), Die Macht des Königs. Herrschaft in Europa vom Frühmittelalter bis in die Neuzeit
Bestrittene Souveränität. Bernd Marquardt, Die alte Eidgenossenschaft und das Reich (1350–1798). Staatsbildung, Souveränität und Sonderstatus am alteuropäischen Alpenrand Matthias Schnettger, »Principe sovrano« oder »Civitas Imperialis«? Die Republik Genua und das Alte Reich in der Frühen Neuzeit (1556–1797)
In schlechter Verfassung. Bartolomé Clavero, Freedom's Law and Indigenous Rights. From Europe's Oeconomy to the constitutionalism of the Americas
Von Lichtgestalten und Dunkelmännern. Norman Senk, Junghegelianisches Rechtsdenken. Die Staats-, Rechts- und Justizdiskussion der »Hallischen« und »Deutschen Jahrbücher« 1838–1843
Aller Anfang ist schwer – mancher zu sehr. Michele Luminati, Nikolaus Linder (Hg.), Gericht und Kodifikation. Einblicke in die Anfänge der Rechtsprechung zum ZGB und zum StGB
Reflexionen über die nordische »Sonderart«. Lars Björne, Realism och skandinavisk Realism: Den nordiska rättsvetenskapens historia. Del IV 1911–1950
Leiden an der Bundesrepublik. Briefwechsel Ernst Forsthoff – Carl Schmitt (1926–1974), hg. von Dorothee Mußgnug, Reinhard Mußgnug und Angela Reinthal in Zusammenarbeit mit Gerd Giesler und Jürgen Tröger
Allwissende Kollegen. Jaana Eichhorn, Geschichtswissenschaft zwischen Tradition und Innovation. Diskurse, Institutionen und Machtstrukturen der bundesdeutschen Frühneuzeitforschung
Der Grund der Menschenrechte. Christoph Menke, Arnd Pollmann, Philosophie der Menschenrechte zur Einführung Andreas Noll, Die Begründung der Menschenrechte bei Luhmann. Vom Mangel an Würde zur Würde des Mangels
Marginalien
Diese Zeitschrift, eine Schöpfung von Marie Theres Fögen, wird den Regenbogen, von dem sie in den bewegenden Abschiedsworten ihres letzten Editorials sprach, doch noch vollenden. Die Zeitschrift soll fortgeführt, ihr neugieriger und beweglicher Geist sollte erhalten bleiben. Diesem Geist entspricht es aber auch, wenn es in der Übergangsphase von Redaktion und Institutsleitung zu Änderungen kommt.
Das vorliegende Heft widmet sich im Schwerpunkt dem »Mittelalter«, sei es in rechtshistorischen Beiträgen, sei es in solchen zur Wissenschaftsgeschichte, aber auch der Geschichte der juristischen Methodenlehre zwischen 1850 und 1933. Fachgrenzen im engeren Sinne spielen keine Rolle: Eine Kunsthistorikerin, die sich den italienischen Juristensiegeln des 14. Jahrhunderts widmet, kommt ebenso zu Wort wie Historiker und Rechtshistoriker. Die Zeitschrift will weiter multilingual publizieren, um auch auf diese Weise zur Europäisierung der Rechtsgeschichte beizutragen.
Im Besprechungsteil des Heftes geht es nach einem gewichtigen Auftakt von Bernd Schneidmüller thematisch bunt durcheinander. Vollständigkeit wird nicht angestrebt. Das rechtshistorische Schrifttum des In- und Auslandes lückenlos zu erfassen, ist in diesem Rahmen nicht möglich. Über eine künftige Verbreiterung wird ebenso nachgedacht wie über eine erweiterte Präsentation im Internet.
Dieses Heft ist wesentlich von Dr. Kent Lerch gestaltet worden. Dafür gebührt ihm der herzliche Dank des interimistischen Herausgebers. Dass die Redaktion künftig ohne seine Personenkenntnis und Umsicht auskommen muss, ist schmerzlich, gehört aber zu der oben genannten Übergangsphase.
Michael Stolleis
