Inhalt Rg 17 (2010)
Debatte
Rechtsgewohnheiten aus rechtshistorischer und rechtstheoretischer Perspektive
Rechtsgewohnheiten, Ordnungskonfigurationen und Rechtsbegriff
Recht als Formel von Gewalt im Mittelalter
Eine Rechtstheorie für das Mittelalter?
Rechtsgewohnheiten und semi-autonome Felder
»Rechtsgewohnheiten« – und wie es dazu kam
Ein zweiter Paradigmenwechsel?
Noch einmal: Rechtsgewohnheit, Oralität, Normativität, Konflikt und Zwang
Rechtsgewohnheiten und Denkgewohnheiten
Rechtsgewohnheiten in der Perspektive der altorientalischen Rechtsgeschichte
Pilch’s Perception of Law and Confucian Normativity – Rethinking Customary Law in Korean Historiography
An unknown treasure for historians of early medieval Europe: the debate of German legal historians on the nature of medieval law
Recherche
Recordando a Tomás y Valiente: la noción de delito en la España moderna
Die ›Entdeckung‹ der Kooperation von Staat und Gesellschaft in der Wissenschaft des Öffentlichen Rechts seit den 1960er Jahren
When Worlds Collide: How europäische Rechtsgeschichte came to Oxford
Kritik
Zum Streit um den Staat im frühen Mittelalter. Walter Pohl, Veronika Wieser (Hg.), Der frühmittelalterliche Staat – europäische Perspektiven
Canon Law and European Legal Culture. Orazio Condorelli, Franck Roumy, Mathias Schmoeckel (Hg.), Der Einfluss der Kanonistik auf die europäische Rechtskultur
Processo romano-canonico tra prassi giudiziaria e strategie sociali. Jacques Chiffoleau, Claude Gauvard, Andrea Zorzi (Hg.), Pratiques sociales et politiques judiciaires dans les villes de l’Occident à la fin du Moyen Âge
Gepflegte Streitereien und gepflegte Verträge. Thomas Ott, Präzedenz und Nachbarschaft
Oberflächlich. Bernd Franke, Sklaverei und Unfreiheit im Naturrecht des 17. Jahrhunderts
Schlüssel der Insolvenzrechtsgeschichte. Wolfgang Forster, Konkurs als Verfahren
La Giustizia penale nella Toscana Secentesca. Daniele Edigati, Gli occhi del Granduca
Policey kompakt. Andrea Iseli, Gute Policey
Recht autonom. Christopher W. Brooks, Law, Politics and Society in Early Modern England
Everything-as-it-should-be-Blackstone?. Wilfrid R. Prest, William Blackstone
Unglückbringende Sprachen. Peter Friedrich, Manfred Schneider (Hg.), Fatale Sprachen
Lehr- und Lernstücke für Europa?. Peter A. J. van den Berg, The Politics of European Codification
Dünner als die Polizei erlaubt. Philip W. Kupper, Die kommunalen Zürcher Polizeiverordnungen der Städte Zürich und Winterthur
Einschränkung der Kampfzone?. Jürgen Durynek, Korruptionsdelikte (§§ 331 ff. StGB). Reformdiskussion und Gesetzgebung seit dem 19. Jahrhundert
Gelernt ist gelernt. Max Weber Gesamtausgabe Bd. I/1: Zur Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter. Schriften 1889–1894; Bd. I/22-4: Wirtschaft und Gesellschaft. Nachlaß. Teilbd. 4: Herrschaft; Bd. II/9: Briefe 1915–1917
Unjuristisch. Andreas Toppe, Militär und Kriegsvölkerrecht
Enmity and the Law. Pietro Costa (Hg.), I diritti dei nemici
Überdokumentiert. Reinhard Mehring, Carl Schmitt
Bella Figura. Friedrich Balke, Figuren der Souveränität Iris Därmann, Figuren des Politischen
Rechtsvereinheitlichung in Lettland. Philipp Schwartz, Das Lettländische Zivilgesetzbuch vom 28. Januar 1937 und seine Entstehungsgeschichte
Neues über die Justiz des Generalgouvernements. Andrzej Wrzyszcz, Okupacyjne sadownictwo niemieckie w Generalnym Gubernatorstwie 1939–1945
Waschgänge. Hubert Rottleuthner, Karrieren und Kontinuitäten deutscher Justizjuristen vor und nach 1945 Sonja Boss, Unverdienter Ruhestand
Pflichtbewusst, fleißig und bescheiden. Simone von Hardenberg, Eberhard Schmidt (1891–1977
Besseres Strafrecht?. Erich Buchholz, Strafrecht im Osten
Anwaltsgeschichte aus Anwaltssicht. Felix Busse, Deutsche Anwälte
Juste Milieu. Jörn Ipsen, Der Staat der Mitte
Ergötzliches und Neues zur »Sandhaufentheorie der Freiheit«. Götz Schulze, Die Naturalobligation
Marginalien
Legal historians I have known: a personal memoir
Die ›Entdeckung‹ der Kooperation von Staat und Gesellschaft in der Wissenschaft des Öffentlichen Rechts seit den 1960er Jahren
Anna-Bettina Kaiser
Abstract
The »Discovery« of the Cooperation of State and Society in the Science of Public Law since the 1960s
In the 1960s, the intertwinement of the private and public spheres provoked controversial discussions amongst public law scholars, who debated this issue in the context of the concept ›cooperation‹. Some scholars regarded the so-called osmosis between state and society sceptically, fearing that society might roll back the power of the state. Others, however, regarded this cooperation as very promising, thus giving birth to the idea of the »cooperative state« (Ernst-Hasso Ritter).Zitiervorschlag:
Kaiser, Anna-Bettina, Die ›Entdeckung‹ der Kooperation von Staat und Gesellschaft in der Wissenschaft des Öffentlichen Rechts seit den 1960er Jahren, in: Rechtsgeschichte - Legal History Rg 17 (2010) 127-134, online: http://rg.rg.mpg.de/article_id/344
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