Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Autorinnen und Autoren!

Ganz vollendet hat sich der Regenbogen, der mit einem grünen Band begann, noch nicht. Aber immerhin liegt nun der 12. Band vor – eine schöne, in sich vollendete Zahl. Was immer »Rechtsgeschichte« an freundlichen, aufmunternden, kritischen oder ablehnenden Kommentaren bisher erfahren hat – allen Autorinnen und Autoren an erster Stelle, allen treuen und selbst den abtrünnigen Leserinnen und Lesern sei herzlicher Dank ausgesprochen. Sie haben nicht nur die Zeitschrift am Leben gehalten, sondern das Fach Rechtsgeschichte ein wenigmitgeformt. Das gilt natürlich in erster Linie für die aktiven Schreiber, aber auch für die Rezipienten, die sich manches haben zumuten lassen, was außerhalb des klassischen Verständnisses von Rechtsgeschichte liegt. Die Toleranz war größer als erwartet. Zeitschriften des Rechts waren stets Experimentierfelder des Rechts. In ihnen probierteman aus, was noch geht, was schon geht, auch was nicht gehen wird. In diesem Sinne – und nicht nur als Bestandsaufnahme des Bewährten –, meine ich, sollte »Rechtsgeschichte « weiterhin wirken. Als Zeitschrift eines Max-Planck- Instituts, das seinerseits – denn was anderes istWissenschaft? – ein Ort des Experimentierens ist und bleiben sollte, wird »Rechtsgeschichte « in Zukunft von denen herausgegeben werden, die dort Tag für Tag in und mit der Wissenschaft von der Rechtsgeschichte leben, selber schreiben oder die Arbeit des Redigierens auf sich nehmen und über die Publikation entscheiden. Eine traditionelle, aber ohnehin kaum praktizierte Hierarchie von Herausgeber, Oberredakteur, Unterredakteuren könnte so einer vielfach lebendigeren Selbstorganisation weichen. Dass dies gelingen möge, wünscht herzlich und verabschiedet sich damit als Herausgeberin

Marie Theres Fögen

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